07.02.2017 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Zinsradar Februar 2017

Moderates Wirtschaftswachstum in Europa

Lieber Leser, wie gewohnt finden Sie hier unseren monatlichen Zinsradar.

In dieser Ausgabe berichten wir über die Prognose der Europäischen Kommission zum Wirtschaftswachstum 2017. In Anbetracht der schwächelnden Wirtschaftskraft der wichtigsten europäischen Handelspartner und der nachlassenden Wirkung bisheriger Wachstumsimpulse spricht die Europäische Kommission von einem moderaten Wirtschaftswachstum. Für das diesjährige Jahr wird eine Erholung des Ölpreises prognostiziert und mit einer Aufwertung des Euro durch eine ansteigende Inflation gerechnet, die den europäischen Export hemmt. Von der Europäischen Zentralbank hingegen wird eine äußerst expansive Geldpolitik erwartet, die billiges Geld in den Markt pumpt, um die Investitionsfähigkeit zu stärken.

Die Wachstumszahlen von der Europäischen Kommission für das Jahr 2017 sind zwar zum jetzigen Standpunkt noch geschätzte Werte, gelten dennoch als geeigneter Indikator zur Analyse der europäischen Wirtschaft. Für die Europäische Union und der Eurozone wird ein Wirtschaftswachstum von 1,8 bzw. 1,7 Prozent vorausgesagt. Die größten europäischen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich weisen ein verhaltenes Wachstum von 1,9 bzw. 1,3 Prozent auf, während Italien, das gegenwärtig mit einer politischen Krise zu kämpfen hat, ein Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet. Spanien als viertgrößte Volkswirtschaft konnte im vorigen Jahr u.a. von einer boomenden Tourismusbranche profitieren und zeigt ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent auf.

Besonders positiv hervorzuheben sind die osteuropäischen Volkswirtschaften, deren Wirtschaft im Vergleich zum europäischen Durchschnitt deutlich stärker wächst. Speziell Musterländer wie Polen und Bulgarien befinden sich weiterhin auf einem Wachstumskurs und übertreffen den europäischen Durchschnitt mit Wachstumswerten von jeweils 3,1 Prozent. Ansonsten sind noch die nordeuropäischen Staaten Irland und Schweden mit einem Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent bzw. 3,4 Prozent positiv zu erwähnen.

Die Zahlen der Europäischen Kommission zeigen, dass trotz der schwierigen globalen Rahmenbedingungen die europäischen Staaten ein gesundes Wirtschaftswachstum verzeichnen können. Insbesondere die osteuropäischen Volkswirtschaften drücken auf das Wachstumstempo und sind ein Stabilitätsanker der europäischen Wirtschaft. Für den europäischen Sparer bedeuten die Vielzahl der aufstrebenden Länder weitere Möglichkeiten ihre Sparprodukte zu diversifizieren und sicher anzulegen.

Über den Zinsradar

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Stand: 31.12.2016, Quellen:

Belgien: Spaargrids; ING Belgien, KBC, Belfius Bank
Dänemark: mybanker; Dankse Bank, Nykredit, Nordea
Deutschland: biallo; Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank
Frankreich: FranceTransactions; BNP Paribas, Societe Generale, Crédit Agricole
Irland: Bonkers.ie; Bank of Ireland, AIB, Ulster Bank

Italien: Conti Deposito; UniCredit, Monte Dei Paschi Di Siena, Mediobanca
Niederlande: Spaarrente; ING, Rabobank, Abn-Amro
Norwegen: Norsk Familieøkonomi; DNB, Danske Bank, Nordea
Österreich: biallo; Erste Bank, Bank Austria, Landesbank Oberösterreich
Polen: Oprocentowanie; PKO Bank Polski, Bank Pekao, mBank

Portugal: Pedro Pais; BPI, BCP, Novo Banco
Rumänien: moneycenter; BCR, BRD, Banca Transilvania
Spanien: tucapital; Santander, BBVA, Sabadell
Schweden: Finansportalen; SEB, Nordea, Swedbank
Vereinigtes Königreich: Moneyfacts; HSBC, Barclays, RBS