11.10.2017 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Zinsradar: Italienische Festgelder weiter an der Spitze

Höchste Einlagenzinssätze für Festgelder in der EU:
Italienische Festgelder seit Juli eurozonenweit in Führung

Wie schon seit Juli diesen Jahres boten italienische Banken im Durchschnitt auch im September die höchsten Renditen für Festgelder mit einjährigen (1,77 Prozent) und dreijährigen Laufzeiten (2,19 Prozent) – und dies obwohl die gebotenen Zinssätze, im Vergleich zum Vormonat, jeweils merklich um 0,15 bzw. 0,22 Prozentpunkte eingebrochen sind. Portugiesische Banken boten mit 1,02 Prozent abermals die zweitbesten Renditen für einjährige Festgelder, gefolgt von Banken aus Frankreich, mit einer durchschnittlichen Rendite von 0,98 Prozent. Französische Banken boten mit 1,15 Prozent zudem die zweithöchsten Renditen für 3-Jahres-Festgelder. Bei 3-jähriger Laufzeit rückten die Angebote österreichischer Banken an die dritte Stelle: Ihre durchschnittliche Rendite stieg auf im Schnitt 1,13 Prozent. Sparer aus Österreich konnten außerdem im Durchschnitt mit den fünf bestverzinsten einjährigen Festgeldern eine Rendite von 0,83 Prozent erwirtschaften.

 

Einlagenzinssätze der größten Banken im jeweiligen Land:
Größte Zinsunterschiede in Deutschland und den Niederlanden

Seit August 2016 hat sich hieran nichts geändert: Die drei größten Banken Deutschlands (0,03 Prozent) und der Niederlande (0,04 Prozent) boten auch im September 2017 die mit Abstand niedrigsten Renditen für einjährige Festgelder in ganz Europa. Zeitgleich erhöhten sich damit die Zinsunterschiede der dortigen Großbanken zu den fünf besten lokalen Angeboten: Wer gut recherchierte, konnte damit in Deutschland ein 26-mal höheres und in den Niederlanden 21-mal höheres Festgeld abschließen als bei den Großbanken. Die fünf besten lokalen Angebote in Österreich lagen bei 0,80 Prozent und somit rund 7-mal höher als die Angebote der drei größten österreichischen Banken. Anders in Irland: Hier lagen die fünf besten verfügbaren Festgeldangebote bei weniger als dem Doppelten dessen, was die Großbanken ihren Kunden anboten.

 

Alle Festgeld-Angebote anzeigen

Stand: 29.09.2017, Quellen:

Belgien: Spaargrids; ING Belgien, KBC, Belfius Bank
Dänemark: mybanker; Danske Bank, Nykredit, Nordea
Deutschland: biallo; Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank
Frankreich: FranceTransactions / cbanque; BNP Paribas, Societe Generale, Crédit Mutuel
Irland: Bonkers.ie; Bank of Ireland, AIB, Ulster Bank

Italien: Conti Deposito; UniCredit, Monte Dei Paschi Di Siena, Mediobanca
Niederlande: Spaarrente; ING, Rabobank, Abn-Amro
Norwegen: Norsk Familieøkonomi; DNB, Danske Bank, Nordea
Österreich: biallo; Erste Bank, Raiffeiseinbank Oberösterreich, BAWAG PSK
Polen: Oprocentowanie; PKO Bank Polski, Bank Pekao, mBank

Portugal: Pedro Pais; BPI, BCP, Novo Banco
Rumänien: Conso.ro; BCR, BRD, Banca Transilvania
Spanien: bankimia, iahorro, helpmycash; Santander, BBVA, Sabadell
Schweden: Finansportalen; SEB, Nordea, Swenska Handelsbanka
Vereinigtes Königreich: Moneyfacts; HSBC, Barclays, RBS

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