08.08.2017 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Zinsradar August 2017

Wir freuen uns, Ihnen heute die neueste Ausgabe unseres Zinsradars präsentieren zu können!

 

Höchste Einlagenzinssätze für Festgelder in der EU:

Inflation steigt stärker als Renditen der meisten Geldanlagen

Unsere neuesten Daten zeigen, dass die höchsten Renditen 1-jähriger Festgelder im EU-Ländervergleich im vergangenen Monat fast überall in leicht gestiegen sind, auf durchschnittlich 0,94 Prozentpunkte. Die Höchstrenditen für 3-jährige Festgelder sind hingegen fast überall gefallen, auf nun auf 1,08 Prozentpunkte durchschnittlich. Österreich liegt mit seinen Zinssätzen für 1-jährige Anlagen (0,95 Prozent) wie auch für 3-jährige Anlagen (1,12 Prozent) minimal über dem EU-Durchschnitt, Deutschland mit 0,79 Prozent für einjährige Anlagen und 1,04 Prozent für 3-jährige Anlagen unter dem EU-Durchschnitt.

In Anbetracht des starken Anstiegs der Inflationsrate in den vergangenen sechs Monaten führt dies für fast alle Sparer zu einer negativen Realverzinsung: Die von WeltSparen erhobenen Daten zeigen, dass nur italienische Sparer mit Anlagen in 1-jährige (1,92 Prozent) und 3-jährige Festgelder (2,41 Prozent) die Inflation schlagen. Österreichische Sparer erwirtschaften hingegen im Durchschnitt mit einer Anlage in 1-jährige Festgelder eine Realrendite von -0,35 Prozent und durch Anlagen in Festgelder mit 3-jähriger Laufzeit eine Realrendite von -0,18 Prozent.

 

Einlagenzinssätze der größten Banken im jeweiligen Land:
Deutsche Großbanken bieten die niedrigsten Zinsen in der Eurozone, Großbanken aus Österreich im Mittelfeld

Die größten drei Banken in Deutschland boten im vergangenen Monat mit 0,03 Prozent die niedrigsten Renditen für 1-jährige Festgelder im Ländervergleich – die höchstverzinsten Angebote lagen bei 0,79 Prozent, also 26-mal höher. Die Angebote der größten drei österreichischen Banken lag bei 0,12 Prozent – und damit 7-mal so niedrig wie die besten Zinsangebote vor Ort. Französische Großbanken boten ihren Kunden hingegen immer noch rund ein Viertel dessen, was Anleger bei der Konkurrenz erwirtschaften konnten.

 

Alle Festgeld-Angebote anzeigen

Stand: 31.07.2017, Quellen:

Belgien: Spaargrids; ING Belgien, KBC, Belfius Bank
Dänemark: mybanker; Danske Bank, Nykredit, Nordea
Deutschland: biallo; Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank
Frankreich: FranceTransactions / cbanque; BNP Paribas, Societe Generale, Crédit Mutuel
Irland: Bonkers.ie; Bank of Ireland, AIB, Ulster Bank

Italien: Conti Deposito; UniCredit, Monte Dei Paschi Di Siena, Mediobanca
Niederlande: Spaarrente; ING, Rabobank, Abn-Amro
Norwegen: Norsk Familieøkonomi; DNB, Danske Bank, Nordea
Österreich: biallo; Erste Bank, Raiffeiseinbank Oberösterreich, BAWAG PSK
Polen: Oprocentowanie; PKO Bank Polski, Bank Pekao, mBank

Portugal: Pedro Pais; BPI, BCP, Novo Banco
Rumänien: Conso.ro; BCR, BRD, Banca Transilvania
Spanien: bankimia, iahorro, helpmycash; Santander, BBVA, Sabadell
Schweden: Finansportalen; SEB, Nordea, Swenska Handelsbanka
Vereinigtes Königreich: Moneyfacts; HSBC, Barclays, RBS

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