Festgeld oder Tagesgeld - vergleichen lohnt sich

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Festgeld oder Tagesgeld – diese Frage stellen sich derzeit viele Sparer, die ihr Geld sicher und rentabel anlegen wollen. Bei beiden Anlageformen handelt es sich um Bankeinlagen mit regelmäßiger Verzinsung. Neben manchen Gemeinsamkeiten besitzen sie aber auch Unterschiede in der Ausgestaltung.
(Tagesgeld kann ab Mitte Februar 2016 bei WeltSparen angelegt werden)

Festgeld und Tagesgeld: eine kurze Definition

  • Tagesgeld ist eine variabel verzinsliche Bankeinlage ohne festgelegte Laufzeit, über die der Inhaber des Tagesgeldkontos täglich verfügen kann. Durch die tägliche Verfügbarkeit ist dieser allerdings bestimmten Zinsschwankungen ausgesetzt.
  • Festgeld ist ebenfalls eine verzinsliche Bankeinlage, bei der allerdings Laufzeit und Zinssatz festgelegt sind. Der Sparer kann hier in der Regel erst nach dem Ende der Laufzeit über sein Geld verfügen. Vorzeitige Verfügungen sind in Österreich häufig mit Zinsverlusten verbunden. Viele Angebote auf WeltSparen sind hingegen ohne Strafe und teilweise mit einer Basisverzinsung vorzeitig verfügbar.

Festgeld: manchmal unterschätzt

Tagesgeld hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Dies, obwohl es durchaus lohnende Festgeld-Angebote im Vergleich zum Tagesgeld gibt, die auf längere Sicht höhere Zinserträge erwarten lassen. WeltSparen ermöglicht Sparern besonders attraktive Festgeld-Anlagen, Flexgelder oder Tagesgeld-Anlagen. Woran liegt es, dass sich Sparer trotzdem zunächst häufig für Tagesgeld in Österreich entscheiden?

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Hohe Tagesgeldzinsen in Österreich: Häufig Lockangebote - Enttäuschung folgt

Dies mag u.a. damit zusammenhängen, dass viele Banken das Tagesgeld nicht nur als reines Finanzierungsmittel nutzen, sondern auch gezielt als Marketing-Instrument zur Neukundengewinnung. Dabei wird gerne mit Zinssätzen geworben, die eigentlich nicht der Marktlage entsprechen und subventioniert sind. Viele Anleger folgen diesen Zinsversprechen und wählen statt Festgeld Tagesgeld-Zinsen, die scheinbar besser sind. Die Enttäuschung folgt oft, wenn der Anbieter die Konditionen nach einiger Zeit verschlechtert. Manche wechseln dann zu einer anderen Bank, die gerade höhere Zinsen bietet, andere bleiben - häufig aus Bequemlichkeit. Ob Tagesgeld-Hopping auf Dauer eine gute Strategie ist, kann bezweifelt werden. Besser ist es sicher, sich grundsätzlich zu überlegen, was für oder gegen eine Anlage in Festgeld, Tagesgeld oder anderen Produkten spricht, dann zu entscheiden und nach passenden Anbietern zu suchen.

Festgeld/Tagesgeld-Vergleich: die Risiken

Jedes Finanzprodukt ist mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen ergeben sich vor allem im Zusammenhang mit der erzielbaren Rendite. Risiken haben vielfältige Ursachen. In der Risiko-Betrachtung zeigt der Festgeld- und Tagesgeld-Vergleich Folgendes:

  • Zinsänderungsrisiko: Beim Festgeld ist der Zins während der Laufzeit fest und kann nicht verändert werden. Beim Tagesgeld sind dagegen Zinsanpassungen möglich. Tagesgeld-Sparer unterliegen daher einem Zinsänderungsrisiko, Festgeld-Sparer nicht.
  • Kursrisiko: Da es sich um Bankeinlagen handelt, besteht für beide Anlageformen kein Kursrisiko. Sparer erhalten hier immer den ursprünglich eingezahlten Betrag (zzgl. Zinsen) wieder zurückgezahlt
  • Inflationsrisiko: Damit wird das Risiko eines realen Kapitalverlustes aufgrund von Geldentwertung bezeichnet. Es entsteht dann, wenn die Rendite niedriger als die Inflationsrate ist. Sowohl Tagesgeld- als auch Festgeld-Sparer in Österreich müssen derzeit aufgrund der Zinssituation mit einem realen Kapitalverlust rechnen. Wie sich das konkret auswirkt, hängt von den jeweils vereinbarten bzw. festgelegten Festgeld- oder Tagesgeld-Konditionen ab
  • Währungsrisiko: bei Euro-Anlagen fällt kein Währungsrisiko an, egal ob es sich um Festgeld oder Tagesgeld handelt. Währungsrisiken sind nur dann gegeben, wenn eine Anlage in einer Nicht-Euro-Währung erfolgt
  • Ausfallrisiko: Festgeld und Tagesgeld unterliegen als Bankeinlagen gleichermaßen dem gesetzlichen Einlagenschutz des jeweiligen Heimatlandes. Bei Tages- und Festgeldern im EU-Raum gelten die entsprechenden europaweiten Vorschriften. Es gibt daher, was die Sicherheit gegen die Insolvenz der Bank betrifft, innerhalb der EU keinen Unterschied zwischen einer Anlage in Festgeld und Tagesgeld bei ein und derselben Bank

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Tagesgeld und Festgeld: Vergleich der Zinsen

Nach den Regeln der Finanztheorie müssten Festgelder eigentlich generell eine etwas höhere Verzinsung als Tagesgelder aufweisen, um damit ein Entgelt für die eingeschränkte Verfügbarkeit zu bieten. In der Praxis lässt sich das, zumindest was den österreichischen Markt betrifft, so eindeutig nicht bestätigen. Es gibt bei Festgeld- und Tagesgeld-Zinsen erhebliche Bandbreiten, die durch die unterschiedlichen Kostenstrukturen und Geschäftsstrategien der Banken bestimmt sind. Direktbanken bieten oft bessere Festgeld-Konditionen als klassische Filialinstitute. Hinzu kommt die Bedeutung, die dem Tagesgeld u.U. in der Geschäftspolitik eingeräumt wird. Die Faustregel: 'Festgeld rentiert sich besser als Tagesgeld' stimmt daher bei der Analyse der Festgeld- und Tagesgeld-Konditionen so pauschal nicht. Es sind daher beim Tagesgeld/Festgeld-Vergleich der Zinsen immer Angebote mehrerer Institute zu prüfen und - unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Zinsänderungsrisikos - zu beurteilen.

Einlagensicherung schützt vor Ausfällen

Die Einlagensicherungsvorschriften garantieren bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro eine hundertprozentige Absicherung von Bankeinlagen. Bei durchschnittlichen Festgeld- und Tagesgeld-Beträgen ist daher der Einlagenschutz vollständig gewährleistet. Die EU-weiten Vorgaben besagen auch, dass die Bankaufsichtsbehörden innerhalb einer Frist von fünf Arbeitstagen eine Insolvenz feststellen müssen und die Auszahlung danach innerhalb von 20 Arbeitstagen zu erfolgen hat. Durch diese Fristvorgaben sollen unzumutbare Verzögerungen bei der Absicherung der Einleger verhindert werden. In manchen Nicht-EU-Staaten existieren vergleichbare Schutzvorschriften für Bankeinlagen, zum Beispiel in Norwegen oder der Schweiz. Sie gehen zum Teil sogar noch über die EU-Regelungen hinaus.

Festgeld vs. Tagesgeld in der Anlagepolitik

Für die persönliche Anlage in Festgeld oder Tagesgeld folgen daraus vor allem zwei Konsequenzen

Tagesgeld

Tagesgeld sollte primär genutzt werden, um Liquiditätsreserven für unvorhersehbaren Finanzbedarf aufzubauen. Zu dessen Deckung kommen nämlich vor allem jederzeit verfügbare Mittel in Frage. In der Regel wird hierfür ein Volumen von etwa zwei bis drei Monatsgehältern angesetzt. Auch um Geld kurzzeitig zu parken, kann Tagesgeld sinnvoll sein.

 

  • Zinshöhe
    Der Zinssatz von Tagesgeldangeboten ist häufig niedriger als der von Festgeldern. Ist dies nicht der Fall handelt es sich meist um Lockangebote.

 

  • Verfügbarkeit
    Bei einer Tagesgeldanlage können Sie täglich ohne Einschränkungen über Ihr Geld verfügen

 

  • Zinsschwankungsrisiko
    Tagesgeldanlagen sind den täglichen Zinsschwankungen ausgesetzt.

Festgeld

Festgeld bietet sich dagegen an, wenn in absehbarer Zeit ein konkreter Finanzbedarf gegeben ist.
Freie Gelder können bis dahin über Festgeldanlagen rentierlich angelegt werden. Als 'Parkgarage' ist Festgeld dann geeignet, wenn es voraussichtlich um etwas längere Zeiträume geht.

 

  • Zinshöhe
    Bei Festgeldanlagen sind die Zinskonditionen oft besser als die von Tagesgeldangeboten.

 

  • Verfügbarkeit
    Die tägliche Geldverfügbarkeit ist bei einem Festgeld meist nicht gegeben. Bei WeltSparen ist dies allerdings über flexible Festgelder, den sogenannten Flexgelder, möglich.

 

  • Zinsschwankungsrisiko
    Der Zinssatz eines Festgeldes wird im vorhinein festgelegt, somit besteht keine Gefahr von Verlusten durch Zinsschwankungen.

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Stand: 15. Juni 2016